Alternativen sind gefragt

Verständlicherweise lassen sich viele Patienten ihre quecksilber- und damit schwermetallhaltigen Amalgamfüllungen entfernen, wenn sich ihnen eine schonende Möglichkeit bietet. In unserer Praxis werden die notwendigen Voraussetzungen für eine sichere Entfernung der Füllungen geschaffen:
Die zu behandelnden Zähne werden mit Hilfe eines Spanngummis (Kofferdam) vom Mund- und Rachenbereich isoliert, damit die Mundschleimhaut nicht mit dem zu entfernenden Amalgam in Kontakt kommt. Die Verwendung von speziellen Fräsen ermöglicht das Entfernen großer Amalgamstücke, ohne dabei schädliche Quecksilberdämpfe freizusetzen. Zudem können chronische Quecksilbervergiftungen medikamentös ausgeleitet werden.

In der Praxis kommen ausschließlich moderne Füllstoffe zum Einsatz. Mit anderen Worten wird Amalgam nicht mehr verwendet.

1997 haben die zahnärztlichen Fachverbände für folgende Personengruppen die Empfehlung formuliert, keine Amalgamfüllungen zu erhalten:

  • Kinder
  • Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion
  • Personen mit nachgewiesener Allergie gegen Amalgam oder einen seiner Bestandteile
  • Personen, die auf Amalgam mit Entzündungen im Mund (Lichen ruber planus) reagiert haben
  • Personen, bei denen andere Metallfüllungen direkt an die neuen Amalgamfüllungen angrenzen würden, da es hier zu elektrochemischen Reaktionen mit Geschmacksveränderungen kommen könnte und
  • Frauen in der Schwangerschaft und während der Stillzeit - sie sollten während dieser Zeit auch keine Amalgamentfernung vornehmen lassen.