Für die Vorbeugung von Karies unverzichtbar

Für die normale Ausbildung des Zahnschmelzes ist Fluorid ein notwendiger Baustein. Der Zahnschmelz schützt den Zahn vor Karies. Die dauernden Säureangriffe, die durch Säure aus der Nahrung (z.B. Fruchtsäfte) und durch Bakterien hervorgerufen wird, begünstigt die Entstehung von Karies. Durch die tägliche Nahrungsaufnahme wird der Bedarf an Fluoriden nicht gedeckt. Erforderlich und allgemeinmedizinisch unbedenklich, gelten altersabhängig Tagesdosen zwischen 0,3 mg und 4,0 mg. Wissenschaftlich bewiesen ist die Tatsache, dass die nach dem Zahndurchbruch auf die Zahnoberfläche einwirkenden Fluoride für einen kariesprophylaktischen Effekt verantwortlich sind.
Beispielsweise wurden 1953 an der Bevölkerung von Sembrancher im Kanton Wallis ausgedehnte Untersuchungen hinsichtlich möglicher allgemeinmedizinischer Probleme durchgeführt. Einzig auffälliges Ergebnis war der nur geringe Kariesbefall trotz schlechter Mundhygiene. Dies wurde zurückgeführt auf das natürliche Trinkwasser, dessen Fluoridgehalt zwischen 1,0 mg und 1,4 mg lag.

Um den Zahnschmelz zu unterstützen sind regelmässige Fluoridanwendungen empfehlenswert. Die Dosierung ist altersabhängig und die medizinisch definierten Grenzwerte sollten nicht überschritten werden. Zur Anwendung gibt es unterschiedliche Darreichungsformen, wie z.B. Mundspüllösungen, Gelees und Lacke.
Inzwischen gibt es über 300.000 wissenschaftliche Untersuchungen zur Verwendung von Fluoriden. Sie belegen die Ungefährlichkeit bei richtiger Anwendung. Daher ist die ärztliche Betreuung wichtig.